Die Gesundheitszeugnis Kosten liegen 2026 je nach Ort und Anbieter meist zwischen rund 23 und 49 Euro. Beim Gesundheitsamt verlangen viele Städte und Landkreise zwischen 26 und 30 Euro für die Erstbelehrung, Einzeltermine können teurer sein. Online kostet die Belehrung bei Gesundheitsnachweis24 aktuell 22,90 Euro. Hinzu kommen beim Amt oft indirekte Kosten wie Anfahrt, Wartezeit oder ein freier Tag.
Was Sie konkret zahlen, hängt also vor allem davon ab, wo Sie die Belehrung machen und ob Sie einen Termin vor Ort brauchen. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Gebühren einiger Gesundheitsämter, die Online-Kosten im Vergleich und die Antwort auf die Frage, wer die Kosten eigentlich trägt.
28,00 € (inkl. MwSt.)
Erstbelehrung (§§ 42, 43 IfSG)
Für die erstmalige Beschäftigung in der Lebensmittelbranche, Gastronomie oder im Gesundheitswesen

18,00 € (inkl. MwSt.)
Folgebelehrung nach §§ 42, 43 IfSG
Alle 2 Jahre erforderlich
Was ist mit „Gesundheitszeugnis” heute gemeint?
Umgangssprachlich heißt es noch immer Gesundheitszeugnis. Rechtlich geht es um die Bescheinigung über die Belehrung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Eine ärztliche Untersuchung gehört seit 2001 nicht mehr dazu. Sie erhalten eine Belehrung über die Tätigkeitsverbote nach § 42 IfSG und über Ihre Mitteilungspflichten und erklären schriftlich, dass Ihnen keine Gründe für ein Tätigkeitsverbot bekannt sind.
Diese Bescheinigung brauchen Sie, wenn Sie zum ersten Mal beruflich mit bestimmten Lebensmitteln arbeiten, etwa in Gastronomie, Bäckerei, Metzgerei, Kantine, Lebensmittelhandel oder Gemeinschaftsverpflegung. Wer genau betroffen ist, lesen Sie ausführlich in unserem Beitrag Belehrung nach Infektionsschutzgesetz: Wer braucht sie?
Ausstellen dürfen die Bescheinigung das Gesundheitsamt oder ein vom Gesundheitsamt beauftragter Arzt. Genau deshalb unterscheiden sich die Preise: Jedes Amt legt seine Gebühren selbst fest, Ärzte und medizinische Einrichtungen kalkulieren eigene Preise.
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Was kostet ein Gesundheitszeugnis beim Gesundheitsamt?
Es gibt keine bundeseinheitliche Gebühr. Die folgende Übersicht zeigt die Gebühren, die einige Gesundheitsämter auf ihren offiziellen Seiten nennen (Stand: Oktober 2026).
| Ort | Erstbelehrung | Format | Duplikat / Ersatz |
|---|---|---|---|
| Berlin | 30 € Gruppenbelehrung, 49 € Einzelbelehrung (nur auf Nachfrage) | Nur persönlich, mit Termin | 15 € |
| Region Hannover | 26 € | Online oder vor Ort | 13,50 € |
| Stuttgart | 28 € | In der Regel online | 12 € |
| Landkreis München | 28 € Einzelbelehrung, 14 € pro Person bei Gruppenbelehrung | Antrag online, Einzelbelehrung ggf. über beauftragte Ärzte | – |
Einige Ämter bieten Ermäßigungen oder kostenlose Belehrungen an, zum Beispiel für Schulpraktika oder ehrenamtlich Tätige. In Berlin und Stuttgart ist das ausdrücklich geregelt. Wenn Sie in eine dieser Gruppen fallen, lohnt sich ein Blick auf die Seite Ihres zuständigen Gesundheitsamts.

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Die versteckten Kosten beim Termin vor Ort
Die Gebühr ist nur ein Teil der tatsächlichen Kosten. Bei einer Präsenzbelehrung kommen häufig weitere Punkte dazu:
- Zeit: In Berlin dauert der Termin laut Gesundheitsamt im Schnitt etwa eine Stunde, bei hoher Nachfrage länger. In Hannover sind es ebenfalls rund eine Stunde, in Stuttgart bei Präsenzterminen etwa 1,5 Stunden. Dazu kommen Anfahrt und Wartezeit.
- Arbeitsausfall: Wer schon in einem anderen Job arbeitet, nimmt für den Termin oft frei oder verzichtet auf Stunden.
- Fahrtkosten: Ticket oder Parkgebühren in der Innenstadt.
- Sprache: In Berlin findet die Belehrung auf Deutsch statt. Wer nicht gut Deutsch spricht, soll eine dolmetschende Person mitbringen.
- Wartezeit auf Termine: Je nach Stadt kann es dauern, bis ein Termin frei ist. Das verzögert unter Umständen den Arbeitsbeginn.
Gesundheitszeugnis online: Kosten im Vergleich
Bei Gesundheitsnachweis24 kostet die Erstbelehrung nach §§ 42, 43 IfSG aktuell 22,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer (regulär 28 Euro, Stand: Oktober 2026). Ausgestellt wird die Bescheinigung vom Medizinischen Versorgungszentrum MVZ Laim GmbH in München.
Die Gesundheitszeugnis-online-Kosten setzen sich dabei aus einem einzigen Posten zusammen. Im Preis enthalten sind:
- Der Online-Kurs zu den Inhalten der §§ 42 und 43 IfSG
- Ein kurzer Abschlusstest
- Die Bescheinigung als PDF per E-Mail
Fahrt, Wartezeit und Terminsuche fallen weg. Der Kurs dauert in der Regel rund 10 Minuten und ist in 46 Sprachen verfügbar. Sie können ihn jederzeit am Smartphone oder Computer absolvieren.
Direkter Kostenvergleich
| Kriterium | Gesundheitsamt (Beispiele) | Online bei Gesundheitsnachweis24 |
|---|---|---|
| Gebühr Erstbelehrung | 26 € bis 49 € | 22,90 € |
| Termin nötig | Je nach Amt ja | Nein |
| Zeitaufwand | Ca. 1 bis 1,5 Stunden plus Anfahrt | Ca. 10 Minuten |
| Sprachen | Je nach Amt, teils nur Deutsch | 46 Sprachen |
| Zusatzkosten | Fahrt, ggf. Arbeitsausfall | Keine |
Wichtig: Manche Gesundheitsämter bieten inzwischen selbst eine Online-Belehrung an, etwa Hannover und Stuttgart. Wer dort wohnt, hat also auch beim Amt eine Online-Option. Einen ehrlichen Vergleich beider Wege finden Sie in unserem Beitrag Gesundheitszeugnis online vs. Gesundheitsamt.
Gesundheitszeugnis online beantragen: So läuft es ab
Wenn Sie Ihr Gesundheitszeugnis online beantragen, läuft das in vier Schritten ab:
- Registrieren und bezahlen: Sie legen ein Kundenkonto an und bezahlen die Erstbelehrung.
- Identität bestätigen: Sie laden einen Lichtbildausweis hoch. Das ist nötig, weil die Bescheinigung ein amtliches Dokument ist und eindeutig Ihrer Person zugeordnet sein muss.
- Kurs absolvieren: Sie sehen die Belehrung in Ihrer Sprache und beantworten die Abschlussfragen.
- Bescheinigung erhalten: Die Bescheinigung kommt per E-Mail. Sie können sie ausdrucken oder digital an Ihren Arbeitgeber weitergeben.
Welche Angaben und Unterlagen generell bei der Beantragung des Gesundheitszeugnisses wichtig sind, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst. Wenn Sie vor allem wissen möchten, wie die Infektionsschutzbelehrung online in Ihrer Muttersprache funktioniert, finden Sie dort alle Details.
Achten Sie auf die 3-Monats-Frist: Die Bescheinigung darf bei der erstmaligen Aufnahme der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein. Machen Sie die Belehrung also erst, wenn der Jobstart absehbar ist.
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Wer zahlt das Gesundheitszeugnis: Sie oder der Arbeitgeber?
Das Infektionsschutzgesetz legt nicht fest, wer die Kosten für die Erstbelehrung trägt. In der Praxis zahlen Beschäftigte die Erstbelehrung häufig selbst, weil sie vor dem ersten Arbeitstag vorliegen muss. Viele Arbeitgeber in Gastronomie und Lebensmittelhandel übernehmen die Kosten aber oder erstatten sie nach Arbeitsbeginn. Fragen Sie am besten vor der Buchung nach. Ist die Kostenübernahme vereinbart, heben Sie die Rechnung auf.
Anders sieht es bei der Folgebelehrung aus. Nach § 43 Abs. 4 IfSG muss der Arbeitgeber seine Beschäftigten nach Aufnahme der Tätigkeit und danach alle zwei Jahre selbst belehren und das dokumentieren. Das ist also Pflicht des Betriebs. Viele Betriebe machen das intern. Wer dafür keine eigene Schulung organisieren möchte, kann die Folgebelehrung online nutzen. Sie kostet bei Gesundheitsnachweis24 aktuell 14,90 Euro (regulär 18 Euro).
Gesundheitszeugnis für Arbeitgeber: Kosten im Team planen
Für Betriebe ist das Gesundheitszeugnis für Arbeitgeber vor allem eine Dokumentationsfrage. Nach § 43 Abs. 5 IfSG müssen Arbeitgeber die Bescheinigung und die letzte Dokumentation der Folgebelehrung aufbewahren und bei einer Kontrolle vorlegen können.
Für die Kostenplanung lohnt sich ein Blick auf drei Punkte:
- Saisonkräfte und Aushilfen: Hier entsteht der größte Aufwand, weil viele Personen kurzfristig eine Erstbelehrung brauchen. Eine Online-Lösung ohne Termin spart Planungszeit.
- Mehrsprachige Teams: Wenn die Belehrung in der Muttersprache möglich ist, verstehen Beschäftigte die Regeln besser. Das ist der eigentliche Zweck des Gesetzes.
- Folgebelehrungen im Zweijahresrhythmus: Mit einer festen Erinnerung im Kalender vermeiden Sie Lücken in der Dokumentation.
Für Teams und Betriebe gibt es bei Gesundheitsnachweis24 eine eigene Lösung. Mehr dazu auf der Seite Für Unternehmen. Eine vollständige Übersicht der Arbeitgeberpflichten finden Sie in unserer Checkliste zur Hygieneschulung für Mitarbeiter.
So vermeiden Sie unnötige Zusatzkosten
- Original gut aufbewahren: Ein Duplikat kostet beim Amt Geld (in Berlin 15 Euro) und ist teils nur mit Zahlungsbeleg oder innerhalb bestimmter Fristen möglich. Speichern Sie zusätzlich eine Kopie oder das PDF.
- Nicht zu früh buchen: Wird die 3-Monats-Frist bis zum ersten Arbeitstag überschritten, müssen Sie die Erstbelehrung erneut machen und noch einmal zahlen.
- Altes Gesundheitszeugnis prüfen: Ein vor 2001 ausgestelltes Gesundheitszeugnis nach dem früheren Bundesseuchengesetz gilt in der Regel weiter. Sie brauchen dann keine neue Erstbelehrung, aber weiterhin die Folgebelehrungen.
- Ermäßigungen nutzen: Für Praktika oder Ehrenamt bieten manche Gesundheitsämter kostenlose Belehrungen an.
Fazit: Was kostet ein Gesundheitszeugnis 2026?
Was kostet ein Gesundheitszeugnis? Beim Gesundheitsamt meist 26 bis 30 Euro, als Einzeltermin teils deutlich mehr. Dazu kommen Zeit und Anfahrt. Online zahlen Sie bei Gesundheitsnachweis24 aktuell 22,90 Euro und erhalten die Bescheinigung ohne Termin. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass die Bescheinigung vom Gesundheitsamt oder einem beauftragten Arzt stammt und beim ersten Arbeitstag nicht älter als drei Monate ist.
Wenn Ihr Jobstart feststeht, können Sie Ihre Erstbelehrung hier online buchen.